Synode des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg

Im Norden werden Pfarrstellen abgebaut

Die Synode des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg beschließt die Kürzung. Dagegen haben Protestler 1.400 Unterschriften gesammelt.

Ein Pastor ist künftig zuständig für 2.400 Gemeindeglieder (Symbolbild)

Flensburg. Im evangelischen Kirchenkreis Schleswig-Flensburg wird es einen Abbau von Pfarrstellen geben. Die Kirchenkreissynode hat einen Pfarrstellenrahmenplan beschlossen, der in den nächsten 10 bis 15 Jahren umgesetzt werden soll. Für die 163.000 Kirchenmitglieder gibt es künftig 67,75 Gemeindepfarrstellen statt derzeit 79,5 Stellen. Dazu kommen 15,75 Kirchenkreispfarrstellen sowie vier Pfarrstellen für Vertretungsdienste.
Möglich wird dies durch eine veränderte Bemessungsgrundlage. Es werden sogenannte Kirchenregionen gebildet, für die je ein Pastor für dann jeweils rund 2.400 Gemeindemitglieder zuständig sein soll. Die Vorlage hatte der Kirchenkreisrat eingebracht. Ein alternativer Beschlussvorschlag fand keine Mehrheit, bei dem zusätzlich zur Gemeindemitgliederzahl auch die Zahl der Nichtmitglieder, Amtshandlungen und Predigtstätten einbezogen werden sollte.
Nach den Worten der Vorsitzenden des Kirchenkreisrates, Pröpstin Johanna Lenz-Aude, sind damit die Weichen gestellt worden, "um das kirchliche Leben im gesamten Kreisgebiet Schleswig-Flensburg langfristig zukunftsfähig zu gestalten". Das sehen insbesondere in der Propstei Angeln einige Kirchenvertreter anders. Im Vorfeld der Synode hatte es Proteste gegen die Pläne gegeben. Beispielsweise unterstützten über 1.400 Unterzeichner einen Protestbrief an den Kirchenkreisrat. Darin wurde unter anderem vorgeschlagen, auf das Regionalzentrum zu verzichten. (epd)

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