Diakonie

Hotelunterbringung für Obdachlose mit positiver Bilanz

Weil Hotels während der Pandemie leer standen, konnten Obdachlose einziehen. Die Menschen hätten sich dort gut erholt, einige haben jetzt Arbeit und Job gefunden.

In Hamburger Hotels durften Obdachlose übernachten (Symbolbild)

Hamburg. Mit einer positiven Bilanz hat die Diakonie Hamburg das Projekt Hotelunterbringung von Obdachlosen beendet. Mit Spenden von mehr als einer halben Million Euro konnten in Kooperation mit Alimaus und „Hinz&Kunzt“ 130 Menschen von Dezember bis Mitte Mai in Hotels wohnen, bis alle Hotelgäste ein Impfangebot bekommen hatten. Die Menschen hätten sich sehr gut physisch und psychisch erholen können und seien für weitergehende Hilfsangebote zugänglicher, bilanzierte die Diakonie.

Dadurch sei es zu erstaunlichen Stabilisierungen und Entwicklungen gekommen, hieß es. Mindestens zehn Personen haben eine Arbeit aufgenommen, mindestens 15 eine Wohnung gefunden. „Das Projekt zeigt: Die Einzelunterbringung von wohnungslosen Menschen funktioniert“, sagte Diakonie-Landespastor Dirk Ahrens. Sie sei weder besonders kosten- noch personalintensiv und gelinge dank guter sozialer Betreuung.

Nachhaltige Hilfe

Er begrüße daher nachdrücklich, dass nun die Regierungsfraktionen mit einem Modellprojekt „Housing First“ in Hamburg starten, sagte Ahrens. Dieser international evaluierte Ansatz könne vor allem auf der Straße lebenden Menschen mit hohem Hilfebedarf, die bislang von den Angeboten nicht erreicht werden, ein gutes Angebot machen. „Housing First“ verfolgt eine schnelle Vermittlung in eigenen Wohnraum und intensive nachhaltige soziale Hilfen. (epd)

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