Nordkirche und hannoversche Landeskirche machen mit bei #lichtfenster

Heute sollen Kerzen für die Corona-Toten leuchten

Mit einem Licht im Fenster soll an die Opfer der Pandemie erinnert werden. Auch die Nordkirche und die hannoversche Landeskirche beteiligen sich an der Aktion, die Bundespräsident Steinmeier initiiert hat.

An Fenstern in ganz Deutschland sollen heute Kerzen leuchten

von epd/tt

Berlin. Die Kirchen in Deutschland rufen zur Beteiligung an der Aktion #lichtfenster zum Gedenken an die Corona-Toten in Deutschland auf. Mit der Aktion soll sichtbar in ganz Deutschland an die Opfer der Pandemie erinnert werden. Auch die Nordkirche und die hannoversche Landeskirche rufen dazu auf, heute ab 16.30 Uhr eine Kerze ins Fenster zu stellen. Nordkirchen-Landesbischöfin Kristina Kühbaum-Schmidt kündigte per Twitter an, mitzumachen und zu beten.

Die Aktion #lichtfenster hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ins Leben gerufen. Das #lichtfenster des Bundespräsidenten leuchtet vom 22. bis 30. Januar durchgehend nach Anbruch der Dunkelheit gut sichtbar an einem Fenster von Schloss Bellevue. Anschließend soll es immer von Freitagabend bis Samstagmorgen zu sehen sein. Höhepunkt wird eine zentrale Gedenkfeier, die nach Ostern in Berlin stattfinden soll. Ein genaues Datum wurde noch nicht genannt. Der Ostersonntag fällt in diesem Jahr auf den 4. April. Warum ein Hamburger Pastor seine Kapelle für Gedenken an Corona-Opfer öffnet, lesen Sie hier.

Auch EKD dabei

„Bis es zu einer öffentlichen Trauerfeier kommt, ist es wichtig, nicht die Menschen aus dem Bewusstsein zu verlieren, die im Stillen sterben, die sich von ihren Angehörigen nicht mehr verabschieden konnten und diejenigen, die jetzt gerade einsam sind. Deswegen freue ich mich über die Aktion #lichtfenster des Bundespräsidenten“, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Dieser Inhalt muss von www.facebook.com geladen werden. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Da­ten­schutz­er­klärung.
PGlmcmFtZSBzdHlsZT0iYm9yZGVyOiBub25lOyBvdmVyZmxvdzogaGlkZGVuOyIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy5mYWNlYm9vay5jb20vcGx1Z2lucy92aWRlby5waHA/aGVpZ2h0PTMxNyZhbXA7aHJlZj1odHRwcyUzQSUyRiUyRnd3dy5mYWNlYm9vay5jb20lMkZsYW5kZXNiaXNjaG9mJTJGdmlkZW9zJTJGNDg3MTgyNzY1NjQzNzQ5JTJGJmFtcDtzaG93X3RleHQ9ZmFsc2UmYW1wO3dpZHRoPTU2MCIgd2lkdGg9IjU2MCIgaGVpZ2h0PSIzMTciIGZyYW1lYm9yZGVyPSIwIiBzY3JvbGxpbmc9Im5vIiBhbGxvd2Z1bGxzY3JlZW49ImFsbG93ZnVsbHNjcmVlbiI+PC9pZnJhbWU+

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, hofft auf die Beteiligung vieler Menschen in Deutschland. „Wir Christen gedenken jeden Freitag des Todestages Jesu. In dieses Gedenken schließen wir die Opfer der Pandemie ein“, sagte Bätzing laut Mitteilung der Bischofskonferenz.

Bedford-Strohm, der auch bayerischer Landesbischof ist, sagte weiter: „Ich sage als Bischof: Wir beten für Sie! Wir beten für die Menschen, die allein sind, die in Not sind, die einen lieben Menschen verloren haben.“ Auch in einem Facebook-Video sprach Bedford-Strohm über die Pandemie-Toten. „In den Nachrichten erfahren wir eine Zahl. Hinter jedem Todesfall steht eine ganz persönliche Geschichte von Hoffen und Bangen. Von Abgründen, die sich auftun, wenn der Kampf um das Leben eines lieben Menschen verloren ist. Von der Ohnmacht angesichts eines Verlustes, der nicht mehr rückgängig zu machen ist. Lasst uns jetzt in unseren Gedanken und Gebeten an der Seite derer stehen, die diese Erfahrung machen“, sagte er. (epd/tt)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren