Nach Reparatur

Hauptwerk der astronomischen Uhr von Rostock läuft wieder

Jetzt ziehen jeden Tag wieder sechs Figuren an einem segnenden Christus vorbei. Und einer davon wird der Eintritt ins Gehäuse verweigert.

Die astronomische Uhr von Rostock läuft wieder

Rostock. Das Hauptwerk der astronomischen Uhr in der Rostocker Marienkirche war zu lange geplanten Reparaturarbeiten sechs Wochen ausgebaut. Am Donnerstag wird um 12 Uhr das erste Mal nach der Reparatur der Apostelumgang zu sehen sein und die Uhr wieder schlagen, teilte die evangelische Innenstadtgemeinde Rostock auf epd-Anfrage mit. Im Anschluss wird Stadtpastor Willfrid Knees das Mittagsgebet halten. Wegen der geltenden Anti-Corona-Regeln sei nicht zu einem Empfang geladen worden, hieß es. Die Öffentlichkeit sei nicht ausgeschlossen, die Teilnehmerzahl aber begrenzt.

Die Uhr werde dann wieder täglich um 12 Uhr den Apostelumgang zeigen und zu jeder vollen Stunde schlagen, hieß es. Besichtigungszeiten seien aktuell von 11 bis 16 Uhr. Die astronomische Uhr in St. Marien stammt aus dem Jahre 1472. Sie ist ein bedeutendes kulturhistorisches Monument und die weltweit einzige Uhr dieser Art, die mit den historischen Originalteilen nach wie vor präzise funktioniert.

Nur Judas bekommt Probleme

Der Zeitmesser hat fünf mechanische Werke, die täglich aufgezogen und gefettet werden müssen. Die elf Meter hohe und rund fünf Meter breite Uhr war von dem Danziger Meister Hans Düringer konstruiert und 1643 grunderneuert worden. Täglich zur Mittagszeit ziehen sechs Figuren an einem segnenden Christus vorbei, wobei der letzten, dem Verräter Judas, der Wiedereintritt ins Gehäuse verwehrt wird. (epd)

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