Wikingersiedlung bei Schleswig

Haithabu feiert Welterbe-Titel

Genau ein Jahr nach ihrer Ernennung zum Unesco Welterbe wird in der Wikingersiedlung Haithabu am Danewerk bei Schleswig der Unesco-Titel gefeiert.

Die Wikingersiedlung Haithabu am Danewerk bei Schleswig.

Die Wikingersiedlung Haithabu am Danewerk bei Schleswig.

Schleswig. Am 30. Juni werden in Haithabu, den Museen in Dannewerk und im Stadtmuseum Schleswig sowie in den umliegenden Gemeinden zwischen 10 und 15 Uhr archäologische Führungen, Radtouren, Konzerte und Kinderprogramme angeboten, teilte die Ostseefjord Schlei GmbH am Montag mit. Die zentrale Feier findet ab 16 Uhr am Wikingermuseum in Haithabu statt, zu der auch Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) erwartet wird.

Symbolträchtige Feier am Halbkreiswall

Die zentrale Feier soll mit einer Menschenkette auf dem Halbkreiswall von Haithabu als Symbol der deutsch-dänischen und europäischen Vereinigung beginnen. Ab 17.15 Uhr wird die Bühne freigegeben für hochkarätige Bands aus Deutschland und Dänemark. Das Programm startet mit Helene Blum & Harald Haugaard, die mit einer Mischung aus nordischem Folk, Klassik und Jazz zu den populärsten Künstlern Dänemarks gehören. Es folgt Helene Nissen, in Deutschland insbesondere durch ihre Beteiligung am Vorentscheid zum Eurovision Song Contest bekannt.

Einzigartiges Zeugnis der Wikingerwelt

Das Unesco-Komitee hatte am 1. Juli 2018 die Wikingersiedlung Haithabu und das Grenzbauwerk Danewerk in die Welterbeliste aufgenommen. Die beiden archäologischen Stätten seien ein einzigartiges Zeugnis der Wikingerzeit und ihrer kulturellen Traditionen, hieß es zur Begründung. Im frühen Mittelalter galt Haithabu als größte Handelsmetropole der Wikinger. Am „Ort auf der Heide“, wie er übersetzt heißt, liefen wichtige Fernhandelswege zusammen, und auch die christliche Mission konnte dort Fuß fassen. (epd)

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