Erinnerung an NS-Opfer

Fünf neue Stolpersteine in Schwerin

Die Steine sind vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der NS in den Gehweg eingelassen worden. In Schwein gibt es jetzt 82 Stolpersteine.

Stolpersteine erinnern an Deportierte (Symbolbild)

Schwerin. Fünf neue Stolpersteine für NS-Opfer hat der Kölner Künstler Gunter Demnig in der Landeshauptstadt Schwerin verlegt. Sie erinnern in der Tannhöfer Allee 9 an Else, Arthur und Klaus-Dieter Loeser sowie in der Straße Großer Moor 2 an Johanna und Louis Loeser, wie Sabine Klemm von der Vorbereitungsgruppe mitteilte. Nach der Verlegung der Gedenkzeichen gab es im Konservatorium eine Gedenkveranstaltung mit Musik von Schülern des Konservatoriums.

Seit 2006 wurden in Schwerin nunmehr 82 Stolpersteine vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der NS-Opfer in den Gehweg eingelassen. Sie erinnern gleichermaßen an Juden und Christen, Sozialdemokraten, Kommunisten und Gewerkschafter sowie Opfer von „Euthanasie“ oder Denunziation.

Die Stolpersteine sind ein Projekt von Gunter Demnig, das an Menschen erinnert, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Auf den zehn mal zehn Zentimeter großen Steinen sind kleine Messingplatten mit den Namen und Lebensdaten der Opfer angebracht. Mit 70.000 Stolpersteinen in 24 Ländern handelt es sich um eines der größten dezentralen Denkmäler Europas. (epd)

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