Friedensnobelpreisträger Lech Walesa wird 80 Jahre alt

Der polnische Friedensnobelpreisträger und frühere Staatspräsident Lech Walesa wird am 29. September 80 Jahre alt. Walesa war einer der Protagonisten des Streiks auf der Danziger Werft 1980 und der folgenden historischen Ereignisse. Als er am 31. August 1980 die Vereinbarung von Danzig (Gdansk) unterzeichnete, war das die offizielle Geburtsstunde der Oppositionsbewegung Solidarnosc. Damit wurde im Ostblock erstmals eine unabhängige Gewerkschaft anerkannt, die Ende der 80er Jahre maßgeblich zum Untergang des kommunistischen Systems in Mittel- und Osteuropa beitrug.

Der Elektriker Walesa war damals Streikführer. 1983 erhielt er den Friedensnobelpreis und war ab 1990 Polens Staatspräsident nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Dass er für das Amt des Staatsoberhaupts geeignet sei, sahen viele Landsleute nicht so. In seiner fünfjährigen Amtszeit enttäuschte er durchaus Erwartungen. Der Katholik bringt dem aus Polen stammenden Papst Johannes Paul II. (1978-2005), der die demokratische Opposition vor der Wende gestärkt hat, große Verehrung entgegen.