Wegen Corona

Frank Zander sagt Weihnachtsfeier für Obdachlose ab

Er könne seiner Verantwortung nicht mehr guten Gewissens nachkommen, sagt der Entertainer. Denn die Gäste würden in die Risikogruppe fallen.

Auf ein leckeres Festmahl müssen die Obdachlosen leider verzichten

Berlin. Der Berliner Entertainer Frank Zander verzichtet in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie auf seine traditionelle Weihnachtsfeier für Obdachlose. Stattdessen werde er andere soziale Projekte unterstützen, kündigt Zander auf seiner Facebook-Seite an. So habe er bereits eine Spende über 20.000 Euro für die Fortführung des Caritas-Foodtrucks zugesagt, der warme Mahlzeiten an Bedürftige verteilt, teilt die Caritas mit.

Seit rund 25 Jahren laden Zander und seine Familie regelmäßig rund 3.000 Obdachlose und Bedürftige zu einer Weihnachtsfeier mit Gänsebraten und Musikprogramm in ein Berliner Hotel ein. Dabei erhalten die Gäste auch nützliche Sachspenden wie Lebensmittel, Kleidung oder Schlafsäcke. Unterstützt wurde die Veranstaltung in der Vergangenheit von der Diakonie, zahlreichen Sponsoren und Prominenten.

Absage via Facebook

Zur Absage der geplanten 26. Weihnachtsfeier für Obdachlose schreibt Zander auf Facebook, er habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht: „Die zahlreichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, die wir zu erfüllen hätten, wären für das Organisationsteam und nicht zuletzt auch für mich nicht mehr umsetzbar gewesen.“ Als Veranstalter trage er eine besondere Verantwortung gegenüber den Gästen, Helfern und Partnern. „Dieser Verantwortung kann ich aber guten Gewissens nicht mehr nachkommen, da unsere Gäste leider alle in die sogenannte Risikogruppe fallen“, erklärte Zander. (epd)

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