Hamburger Wohnbrücke

Fernsehlotterie fördert Wohnungen für Flüchtlinge

Finanziert werden vier Mitarbeiter der Wohnbrücke, die Flüchtlinge in eigene vier Wände vermittelt. Bislang hat das Projekt erfolgreich gearbeitet.

Hamburg. Die Deutsche Fernsehlotterie finanziert die Arbeit der Hamburger Wohnbrücke für Geflüchtete für drei Jahre. Damit könne das Projekt bis Ende 2023 weiterarbeiten, teilt die Lawaetz-Gesellschaft mit. Die Wohnbrücke vermittelt Flüchtlingen, die in Wohnunterkünften leben, eigene Mietwohnungen. Gemeinsam mit zahlreichen Ehrenamtlichen wurden in den vergangenen fünf Jahren 934 Wohnungen mit 2.889 Flüchtlingen vermittelt. Trotz Corona-Pandemie waren es allein in diesem Jahr bisher 1.099 Menschen. Finanziert werden von der Fernsehlotterie unter anderem vier Mitarbeiter. Die genaue Fördersumme wurde nicht genannt.

Die Wohnbrücke engagiert sich seit November 2015 in der Wohnraumversorgung. Ehrenamtliche Wohnungslotsen dienen als Ansprechperson bei der Wohnungsvermittlung. Weil die öffentliche Finanzierung zum Jahresende ausläuft und ausreichend Spendengelder fehlen, drohte das Ende des Projekts. „Aber wir wollten nicht aufgeben, und es hat sich gelohnt“, sagte Willi van Buggenum, Geschäftsführer von Lawaetz-wohnen&leben.

Entstanden durch ehrenamtliche Initiative

Die Wohnbrücke entstand durch die ehrenamtliche Initiative von Ute Groll und Anne Woywod als Kooperationsprojekt am „Runden Tisch Integrative Flüchtlingsunterbringung“, an dem Vertreter der Stadt, von Wohlfahrtsverbänden, der Wohnungswirtschaft, von Stiftungen und Kirchen mitwirkten. Seit 2018 übernimmt das Wohnbrücken-Team daneben auch die Schulung der Wohnungslotsen. Mit der Förderzusage der Fernsehlotterie könne die Integration der Geflüchteten besser unterstützt und das Ehrenamt gestärkt werden, hieß es. (epd)

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