Doberaner Münster

Es geht voran mit der Sanierung

Für eine Millionensumme geht bald der größte Abschnitt der Arbeiten über die Bühne. Im Fokus stehen die Deckengewölbe und die Innenausmalung.

Das Münster von Bad Doberan wird saniert

Bad Doberan. Dank der Förderung von Bund, Land und Kirche können im größten Bauabschnitt seit 1990 in den Jahren 2022 bis 2024 insgesamt 1,8 Millionen Euro in die Sanierung des Doberaner Münsters bei Rostock investiert werden. Schwerpunkt seien Arbeiten an den Ober- und Unterseiten der Deckengewölbe, die Reinigung und Sicherung der Innenausmalung der oberen Wandflächen sowie statische Sicherungsmaßnahmen im Dachbereich des Langhauses, teilt die Münsterverwaltung mit. Außerdem sollen unter anderem die durch Feuchtigkeit und Salze geschädigten Gedenktafeln in den Wandflächen der Johann-Albrecht-Kapelle im Chorumgang restauriert werden.

Die Bundesrepublik Deutschland hat den Angaben zufolge Fördermittel in Höhe von bis zu 900.000 Euro bewilligt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern steuert 300.000 Euro aus dem Strategiefonds bei. Weitere jeweils 300.000 Euro kommen vom evangelischen Kirchenkreis Mecklenburg aus Patronatsmitteln und von der evangelischen Kirchengemeinde Bad Doberan, inklusive Spenden und Zuweisungen aus dem Münsterbauverein Bad Doberan.

Nationale Bedeutung

Bei der 1368 geweihten Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters handelt es sich um ein Bauwerk von nationaler Bedeutung mit internationalem Kunstwert. Der Sakralbau liegt an der „Europäischen Route der Backsteingotik“. Die erhaltene reiche Originalausstattung gilt als einmalig unter den Zisterzienser-Klosterkirchen Europas. Allein seit 2002 wurden laut Münsterkustos Martin Heider etwa sieben Millionen Euro in den Erhalt des Münsters investiert, inklusive des derzeitigen Bauabschnitts. (epd)

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