Fotowettbewerb zur Reformation

Endspurt bei FreiFormFoto

Eine Stadtführung mit rund 70 Teilnehmern, Luftballons und Postkarten für alle: Mit zwei Aktionen setzt der Fotowettbewerb FreiFormFoto zum Endspurt an.

Dafür wollten auch die Mitarbeiter_innen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises die Passanten begeistern. Zusammen mit den Pastoren Anna Maria Düring (Trinitatisgemeinde Kiel) und Daniel Kuhl (Paul-Gerhardt-Gemeinde Kiel) verteilten sie am vergangenen Samstag im Kieler Einkaufscenter Holstentörn Postkarten und Luftballons an die Leute. Rund 300 Ballons mit dem Aufdruck "500 Jahre Reformation" machten Kinder glücklich und waren für Erwachsene oft Aufhänger für ein kurzes Gespräch.
Mit dem Fotowettbewerb möchte der Kirchenkreis Altholstein auf das Jubiläum "500 Jahre Reformation" aufmerksam machen, das 2017 begangen wird. Er wird dabei von verschiedenen Sponsoren unterstützt: der Evangelischen Bank, dem Fotofachgeschäft Vico, dem Mediendom der Fachhochschule Kiel, Ballonreisen Ockelmann, der Evangelischen Bücherstube und von der Arbeitsstelle "Reformation im Norden" der Nordkirche.
Uwe Trautsch staunt nicht schlecht. Es ist Sonnabend, 15 Uhr und an die 70 Menschen stehen vor der Kieler St. Nikolaikirche. Sie warten nur darauf, dass der Stadtführer sie zu Plätzen von Freiheit und Unfreiheit führt. Zunächst ist Uwe Trautsch skeptisch: "So viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatte ich noch nie bei einem Stadtrundgang."
Doch es gelingt dem erfahrenen Stadtführer, die Menschen zu fesseln. Sie folgen ihm gut zwei Stunden lang von der St. Nikolai Kirche durch die Dänische Straße zum Schloss, in den Ratsdienergarten und bis zum Hiroshimapark.
Der Historiker und Mitglied des Kirchengemeinderates der Jakobigemeinde lässt den Freiheitsbegriff in allen Facetten schillern. Er erzählt von der Freiheit des einen, die für den anderen Unfreiheit bedeuten kann. Von der Freiheit der Architektur und der Gestaltung einer Stadt. Vom Kampf für die Freiheit, der auch scheitern kann. Ohs gehen durch die Gruppe, Aha-Momente, Aussagen wie "So habe ich diesen Ort noch nie gesehen, dabei lebe ich schon ewig in dieser Stadt".
Die Stadtführung ist Teil des Fotowettbewerbes zur Reformation FreiFormFoto. Menschen sind aufgefordert, über ihr Bild von Freiheit nachzudenken und es in eine Form, nämlich in ein Foto, zu gießen. Noch bis zum 15. September kann jeder daran teilnehmen. Einfach sein Bild von Freiheit auf die Internetseite www.freiformfoto.de hochladen und tolle Preis gewinnen.