Ein Wochenende im Allgäu

Endlich mal wieder rauskommen

Eine kleine Auszeit vom Alltag war das Wochenende im Allgäu, das sich speziell an Väter richtete. Acht Soldaten kamen mit ihren Kindern und Partnerinnen nach Niedersonthofen.

Der Zusammenhalt zwischen Vätern und Söhnen wurde gestärkt

von Johanna Hullmann-Gast

„Hast Du Dir die Hände gewaschen? Mit Seife?“ Ungewöhnliche Fragen für ein Zeltlager, und doch in Zeiten von Corona unabdingbar. Tische desinfizieren zwischen den Zelten. Überflüssig? Ganz im Gegenteil. Es gab Sicherheit und Klarheit. Acht Väter waren mit ihren Kindern ins Allgäu nach Niedersonthofen aufgebrochen, um gemeinsam ein Wochenende zu verbringen, in kleinen, eigenen Zelten.

Militärdekan Michael Rohde mit seinem Team hatte im Rahmen der ASEM -Maßnahmen der Evangelischen Militärseelsorge zu diesem Wochenende eingeladen. ASEM steht dabei für Arbeitsfeld Seelsorge für unter Dienst- und Einsatzfolgen leidende Menschen. Die Väter reisten mit ihren Kindern und Partnerinnen an, zum Teil sogar aus der Nähe von Flensburg: „Jetzt kenne ich die A7 komplett!“ sagte einer der Teilnehmer. Während die Väter mit ihren größeren Kindern zelteten, waren die Partnerinnen mit den kleineren Kindern im Gästehaus „AllgäuWeite“ untergebracht.

Wichtige Einblicke

Die Natur- und Erlebnistherapeutin Annette Bergmann eröffnete wichtige und interessante Einblicke in die faszinierende Allgäuer Natur, geistliche Impulse durch Militärdekan Rohde und gemeinsame Aktionen verstärkten und initiierten zum Teil sorgar den Zusammenhalt zwischen Vätern und Kindern.

Für Michael Rohde war die Durchführung nicht selbstverständlich: „Ich hatte zunächst große Bedenken, dass wir die Maßnahme wegen der Corona-Reglementierungen gar nicht durchführen können. Aber durch unser sehr präzises Hygiene-Konzept konnten wir allen die Sicherheit geben, die nötig ist, wenn man gemeinsam unterwegs ist“, so Rohde.

Andere Form von Gemeinschaft

„Die Wanderungen an der frischen Luft mit Maske waren schon gewöhnungsbedürftig, aber besonders die Kinder haben das wirklich gut gemacht“, sagte Leutnant Sally Baumblüth , Studentin an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg, die die Maßnahme ehrenamtlich unterstützte. Und ein Teilnehmer, der aus der Nähe der Nordseeküste angereist war, bemerkte: „Das war zu kurz! Aber für mich und meine Familie war es so nötig, endlich mal wieder rauszukommen und eine andere Form von Gemeinschaft zu erleben. Das war jeden Kilometer wert!“

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren