Museen im Norden planen für 2021

Ein buntes Programm – trotz Corona

Nachdem die Corona-Krise den Museumsbetrieb 2020 weitgehend lahmlegte, hoffen die Kulturschaffenden im Norden nun auf mehr Glück im neuen Jahr. Unser Ausblick auf 2021.

Blick in die Ausstellung "Grenzenlos" im Hamburger Museum der Arbeit

Ein Ausstellung mit Lego-Steinen, mit magisch anmutenden Bildern und über koloniale Geschichte – in den Musen im Norden ist 2021 einiges zu sehen. Hoffentlich.

Das Europäische Hansemuseum in Lübeck plant ab dem 29. Mai eine Familienausstellung, bei der sich alles um kleine, bunte Evergreens dreht: Unter dem Titel „Hanse steinreich – eine Lego-Zeitreise“ erzählt das Museum die Geschichte der Hanse mit den bei Kindern so beliebten Bausteinen. In Zusammenarbeit mit einem zertifiziertem Lego-Modellbauer werden sechs Hansewelten nachgebaut.

Die Kieler Kunsthalle plant ab 20. März eine monografische Ausstellung zum Lübecker Maler Albert Aereboe (1889-1970). „Zauber der Wirklichkeit“ zeigt seine künstlerisch fruchtbarste Phase von 1914 bis 1930. Neben Porträts und Stillleben sind auch magisch anmutende Szenen zu sehen. Die Kunsthalle hat Werke von Aereboe bereits zu dessen Lebzeiten erworben, darunter auch sein rätselhaftes Tafelbild „Der Einsiedler“ (1928). Die Ausstellung versammelt 50 hochrangige, zum Teil selten gezeigte Leihgaben aus Museen und Privatbesitz.

Tirol – eine Alpenfreundschaft

In Hamburg ist im Museum der Arbeit bis zum 11. April die Sonderausstellung „Grenzenlos. Kolonialismus, Industrie und Widerstand“ über den Umgang der Hansestadt mit ihrer kolonialen Geschichte zu sehen. Für den Herbst plant das Museum die Ausstellung „Konflikt. Über Streit, Kämpfe und Wandel“. Dabei geht es um die gesellschaftliche und kulturelle Sinnhaftigkeit von Konflikten, aber auch um Lösungsstrategien.

Anfang April kann hoffentlich „Hamburg und Tirol – eine Alpenfreundschaft“ im Museum am Rothenbaum MARKK eröffnet werden, sagt Pressesprecherin Julia Daumann. Grundlage für die Schau seien die Tiroler Sammlungen, die Anfang des 20. Jahrhunderts im Museum aufgebaut wurden, und die häufig ein verklärtes Bild der Alpenregion darstellten.

Das Hamburger Museum am Rothenbaum MARKK Foto: AltSylt / Wikimedia Commons

Im Kunstmuseum Schwaan bei Rostock wird das Lebenswerk des in Hamburg geborenen Malers Alfred Heinsohn (1875-1927) in einer Ausstellung präsentiert. Für das überregional bedeutende Ausstellungs- und Forschungsprojekt „Zwei Museen – Eine Ausstellung. Alfred Heinsohn – Maler der Moderne“ wollen das Kunstmuseum Schwaan und die Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen MV eng kooperieren, hieß es. In der Ausstellung vom 14. August bis zum 28. November sollen neben bekannten Bildern auch bisher unbekannte Werke vorgestellt werden.

Im Rungehaus in Wolgast, dem Geburtshaus des frühromantischen Malers Philipp Otto Runge (1777-1810), steht am 1. Mai die Vernissage „125 Jahre Otto Niemeyer-Holstein“ auf dem Programm. Bis zum 1. August sollen dort Werke des bekannten Künstlers zu sehen sein, der 1896 in Kiel geboren wurde und 1984 in Koserow auf der Insel Usedom starb. Mit der Schau solle gleichzeitig für einen Besuch in dessen Atelier in Lüttenort bei Koserow geworben werden. (epd)

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