Arbeiten im "Mecki" nach Protest verschoben

Diakonie will Kontaktladen für Obdachlose erst im Frühjahr umbauen

Eigentlich sollte im Winter wegen Umbau geschlossen werden. In der kalten Jahreszeit sei das keine gute Idee, protestierten Obdachlose. Mit Erfolg.

Auch mit Lebensmitteln werden Obdachlose im "Mecki" versorgt

Hannover. Der diakonische Kontaktladen „Mecki“ für obdachlose Menschen in Hannover wird nun doch nicht in den Wintermonaten wegen Umbauarbeiten geschlossen. Die geplanten Bauarbeiten würden in die Monate April und Mai verschoben, teilt das Diakonische Werk mit. „Damit haben wir Zeit gewonnen, sowohl die Betreuung unserer Klienten als auch die medizinischen Versorgung während der Bauphase sicherzustellen“, sagte der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, Lutz Jung. Der geplante Umbau in der kalten Jahreszeit war zuvor auf Protest in der Obdachlosen-Szene gestoßen.

Da der bisherige Standort am Raschplatz hinter dem Hauptbahnhof dem wachsenden Bedarf nicht mehr gerecht wird, soll der Kontaktladen ohnehin an einen größeren Standort umziehen. Geplant ist, dass der „Mecki 2.0“ voraussichtlich bis 2024 in der Augustenstraße 11 neue Räume findet. Dort sollen soziale Beratung, eine medizinische Versorgung, Angebote zur Körperhygiene und die Reinigung von Wäsche sowie eine Notschlafstelle angeboten werden, hieß es.

Millionensummen eingeplant

Die Stadt und die Region Hannover haben für den Bau Haushaltsmittel von jeweils bis zu einer Million Euro eingeplant. In Hannover leben nach Schätzungen rund 3.000 bis 4.000 wohnungslose Menschen. In den Kontaktladen „Mecki“ kommen nach Angaben des Diakonischen Werks Hannover täglich rund 150 Wohnungslose. (epd)

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