Obdachlosigkeit

Diakonie Stiftung unterstützt Winternotprogramm

10.000 Euro gibt die Stiftung. Damit sollen Winterschuhe und weitere Sachen angeschafft werden.

Ein warmes Getränk hilft Obdachlosen im Winter (Symbolbild)

Neumünster. Die Diakonie Stiftung Schleswig-Holstein hat das landesweite Winternotprogramm für Wohnungslose mit 10.000 Euro unterstützt. Vorstand Bernd Hannemann überreichte den symbolischen Scheck an Vertreter diakonischer Tagestreffs und Beratungsstellen in Neumünster. Mit dem Geld sollen warme Kleidung, Winterschuhe, Schlafsäcke und Isomatten für Bedürftige beschafft werden.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der von Wohnungslosigkeit betroffenen oder bedrohten Menschen in Schleswig-Holstein laut Diakonie stetig gestiegen. 2018 nahmen 7.456 Menschen die Angebote der diakonischen Wohnungslosenhilfe in Anspruch. Das waren rund 2.000 mehr als noch 2014.

Wo die Brennpunkte sind

Brennpunkte sind die kreisfreien Städte Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster. Aber auch im ländlichen Raum, zum Beispiel in Husum und Heide, stiegen die Zahlen kontinuierlich. Die Dunkelziffer wird von Experten noch weit höher eingeschätzt.

Eine wesentliche Ursache für die steigende Wohnungslosigkeit ist neben den persönlichen Notlagen der Betroffenen der anhaltend hohe Druck auf dem Markt für bezahlbare Wohnungen. Während immer mehr Sozialwohnungen aus der Bindung fallen, wächst gleichzeitig die Zahl der Bedürftigen. Die Diakonie fordert deshalb von Land und Kommunen, den Bau von Sozialwohnungen zügig voranzutreiben. (epd)

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