#Tafelspendenchallenge22

Diakonie hilft Tafeln mit Social Media Aktion

Um die Tafeln zu unterstützen, hat die Diakonie MV unter #Tafelspendenchallenge22 eine Social Media Aktion ins Leben gerufen.

Lebensmittel für die Tafeln werden immer weniger. (Symbolbild)

Schwerin. Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern hat über Social Media eine Spendenkampagne für die sechs diakonischen Tafeln im Land gestartet. Über den Instagram-Kanal der Diakonie (@diakonie_mv) sollen unter #Tafelspendenchallenge22 bis Oktober Geld- und Lebensmittelspenden gesammelt werden, wie das Diakonische Werk in Schwerin mitteilt. Diese Tafeln in diakonischer Trägerschaft befinden sich in Waren, Rostock, Neustrelitz, Schwerin, Demmin und Malchin. Sie versorgen mit ihren insgesamt 50 Ausgabestellen laut Diakonie Tausende Menschen in ganz MV.

Immer mehr Menschen benötigen die Tafeln in MV

Mit der Spendenaktion nimmt das Diakonische Werk die Alarmsignale der Tafeln auf. Immer mehr Menschen suchen mittlerweile Hilfe bei den Tafeln. Gleichzeitig gingen diesen die Lebensmittel aus. So musste die Tafel der Rostocker Stadtmission einen Aufnahmestopp für neue Kunden verhängen. „Damit die Tafeln weiterhin die hilfesuchenden Familien und Kinder versorgen können, brauchen wir Ihre Unterstützung“, appellierte Diakonie-Landespastor Paul Philipps. Die Tafeln füllten mit ihrer Arbeit eine Lücke, „die es in unserem reichen Land eigentlich gar nicht geben sollte“, so Philipps. Der Erfolg der Tafeln sei ein Armutszeugnis für die Politik.

Kampagne #Tafelspendenchallenge22 geht bis Oktober

Das Diakonische Werk MV fordere deshalb, dass Empfänger von Grundsicherung und anderen Sozialleistungen deutlich mehr unterstützt werden, hieß es. „Leistungsberechtigte sollten eine Sofortzahlung und erhöhte Regelsätze erhalten, damit sie die steigenden Kosten für Lebensmittel und Energie bewältigen können“, so die Diakonie.

Wer die Tafeln unterstützen möchte, spendet Geld und/oder Lebensmittel und lädt bis zu drei weitere Personen zur #Tafelspendenchallenge22 ein, die dann wiederum auch spenden und zur Challenge einladen. Die Kampagne läuft bis Oktober. Den Auftakt machte die bekannte Theologin und Autorin Margot Käßmann.
An der Aktion kann sich jeder beteiligen, unabhängig davon, ob er oder sie nominiert ist. Die Aktion kann auch über andere Kanäle (Twitter, Facebook, Whatsapp-Gruppen) geteilt werden. Niemand muss seine Spende öffentlich machen. Lebensmittelspenden können auch an Tafeln abgegeben werden, die nicht in diakonischer Trägerschaft sind. (epd)

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