EKD-Projekt „reformaction2017“

Büsum feiert Vaterunser in 500 Sprachen

Ob auf Syrisch oder Plattdeutsch: Besucher können das traditionelle Gebet in ihrer Sprache aufnehmen. Daraus soll dann ein Clip entstehen.

Die Meldorfer Pastorin Ina Brinkmann will nicht nur kleine Christen für das Vaterunser begeistern

Büsum (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) bereitet an diesem Sonntag im Nordseebad Büsum (Kreis Dithmarschen) ihre Mitmachkampagne "reformaction2017" vor. Unter dem Motto "Vaterunser in 500 Sprachen" soll das traditionelle Gebet in möglichst vielen Sprachen und Dialekten vorgestellt werden. "Ob auf Platt oder in Italienisch, ob auf Holländisch oder in Syrisch, ob in Englisch oder Afrikaans", heißt es in der Ankündigung der Gemeinde. Der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr in der St. Clemens-Kirche. Offiziell präsentiert wird "reformaction2017" dann im Oktober während der Frankfurter Buchmesse.
Die Büsumer Gottesdienst will Besucher zum Mitmachen eingeladen: Nach dem Gottesdienst kann jeder vor laufender Kamera in seinem Dialekt oder in seiner Muttersprache das Vaterunser einsprechen. Die EKD produziert aus diesen Clips einen Film, der während der Frankfurter Buchmesse an den Start gehen soll. Auch Prominente wie ZDF-Moderatorin Gundula Gause und RTL-Moderatorin Frauke Ludowig werden mit ihrer Version des Vaterunser zu hören sein.

Vaterunser von zuhause hochladen

Mitmachen können aber alle Interessierten: Wer sich von zu Hause aus an der Mitmach-Kampagne beteiligen möchte, kann das Vaterunser in seiner Sprache oder in seinem Dialekt als Audiodatei hochladen oder übers Smartphone einsprechen. Info dazu unter www.reformaction2017.de
Die Grundfragen des Vaterunser seien ‚Was ist mir vor allem heilig?‘ und ‚Was erträume ich für mich und die, die mir wichtig sind?‘, sagte die Dithmarscher Pastorin Ina Brinkmann, die den Gottesdienst gemeinsam mit Gemeindepastor Heiko Boysen gestaltet. Diese Fragen würden auch Menschen berühren, die sich mit dem Glauben nicht auskennen. Für viele sei das Vaterunser "Herzensgebet" und "Seelentröster". Für dieses Gebet, so Brinkmann, brauche es keine Dome, Kanzeln und Altäre sondern vor allem die Nähe zu Gott.
Initiiert wurde der Mitmach-Gottesdienst von Pastor Henning Kiene, Leiter des Projektbüros Reformprozess der EKD. Dass Kiene ausgerechnet das kleine Nordseebad Büsum für die bundesweiten Kampagne aussuchte, ist kein Zufall: Kiene war früher Propst in Dithmarschen. (epd)
WAS: Gottesdienst zur Mitmachkampagne "reformaction2017"
WANN: am Sonntag, 21. August, um 9.30 Uhr
WO: St. Clemens-Kirche (Kirchenstraße 13) in Büsum

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