Bündnis protestiert mit verwaisten Kinderschuhen

Mitten in der Hamburger Innenstadt standen 168 Paar Kinderschuhen in Reih' und Glied. Die Aktion hatte einen ernsten Hintergrund.

Gemeinsam für Afrika (v.l.): Mario Böhl und Salman Sagir

Gemeinsam für Afrika (v.l.): Mario Böhl und Salman Sagir

Hamburg. Mit 168 Paar Kinderschuhen hat die Initiative „Gemeinsam für Afrika“ in der Hamburger Innenstadt auf die Not von Kindern in afrikanischen Kriegsgebieten aufmerksam gemacht. Die verlassenen Kinderschuhe auf dem Flaggenplatz am Jungfernstieg stünden symbolisch für Hunderte Kinder, die durch Kriege ihr Leben verlieren, so die Organisatoren.

Einmal im Jahr veranstaltet das Bündnis in vielen Städten Deutschlands eine Straßenaktion, um die Öffentlichkeit für das Leiden der Kinder zu sensibilisieren. Dieses Jahr lautete das Motto: „Jede Stunde stirbt eine Schulklasse durch Krieg“. Laut Initiative sterben in afrikanischen Ländern stündlich 28 Kinder an den Folgen bewaffneter Konflikte, an schlechtem Trinkwasser oder mangelnder medizinische Versorgung.

„Gemeinsam für Afrika“ ist ein Bündnis von insgesamt 18 Hilfs- und Entwicklungsorganisationen, die sich für bessere Lebensbedingungen in Afrika einsetzen. Die Initiative hat einen Katalog aus zehn Forderungen zusammengestellt, der insbesondere auf das Ende von Rüstungsexporten abzielt. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. (epd)

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