Bericht vor der evangelischen Landessynode

Bischof wirbt um Hilfsgelder für Rettungsschiff

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister wirbt um Unterstützung für das Rettungsschiff für Flüchtlinge, das von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und anderen Initiatoren ins Mittelmeer entsandt werden soll.

Das Schiff soll ausschließlich aus Spenden finanziert werden, betonte der hannoversche Landesbischof Ralf Meister.

Das Schiff soll ausschließlich aus Spenden finanziert werden, betonte der hannoversche Landesbischof Ralf Meister in einem Bericht vor der evangelischen Landessynode.

von epd

Hannover. „Nach wie vor müssen wir ratlos und verzweifelt zuschauen, wie Menschen auf der Suche nach Schutz im Mittelmeer ertrinken“, sagte Meister in seinem Bericht vor der evangelischen Landessynode in Hannover. Für das Schiff könne die hannoversche Landeskirche ausgewählte Kollekten zur Verfügung stellen. Christen könnten auch privat dafür sammeln. Das Schiff solle ausschließlich aus Spenden finanziert werden.

Spendenkampagne startet im Advent

Die EKD hatte im September bekanntgegeben, dass sie zusammen mit einem Verein die Organisation „Sea-Watch“ beauftragen möchte, ein Schiff zur Seenotrettung ins Mittelmeer zu schicken. Sie folgt damit einer Initiative des evangelischen Kirchentags im Juni. Für die Aktion soll im Advent eine Spendensammlung gestartet und ein Aufruf veröffentlicht werden, der zu dem gesellschaftlichen Bündnis „United 4 Rescue“ („gemeinsam retten“) einlädt. Unter dem Hashtag #WirschickeneinSchiff soll es eine Online-Spendenkampagne geben.

Schiff hilft Leben zu retten

„Jedem ist einsichtig, dass dieses Schiff weder die Migrationsbewegungen aufhalten wird noch die fehlenden staatlichen Regelungen für eine europäische Einwanderungspolitik oder die Verbesserung der Lebenssituation der flüchtenden Menschen lösen wird“, sagte Meister. Es sei eine Initiative, „die das fortwährende Unrecht anklagt und mit diesem Schiff helfen soll, Leben zu retten, nicht mehr und nicht weniger“.

Der Bischof verwies darauf, dass die hannoversche Landeskirche in den vergangenen Jahren insgesamt 25 Millionen Euro für die Aufnahme von Flüchtlingen und die Bekämpfung von Fluchtursachen in Syrien, Südafrika und Äthiopien eingesetzt habe. (epd)

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