Ökumene

Bischöfe gestalten Gottesdienst zum Thema Depression

Die Krankheit soll in der kirchlichen Öffentlichkeit und der ganzen Gesellschaft präsenter werden.

Unter eine Depression leiden in Deutschland etwa vier Millionen Menschen (Symbolbild)

Bad Zwischenahn/Oldenburg. Der Oldenburger evangelische Bischof Jan Janssen und der katholische Weihbischof Heinrich Timmerevers wollen die Krankheit Depression aus der Tabuzone holen. Im Rahmen ihrer Schirmherrschaft für das "Bündnis gegen Depression Weser-Ems" laden sie zu einem ökumenischen Abendgottesdienst ein. Er findet statt am Sonntag, 20. März, in der Kapelle der Karl-Jaspers-Klinik in Bad Zwischenahn.
"Es ist wichtig, Vorurteile und ein Schubladendenken in Bezug auf die Krankheit Depression abzubauen", sagte Janssen. Timmerevers betonte, sie wollten dazu betragen, "dieses Krankheitsphänomen in der kirchlichen Öffentlichkeit und der ganzen Gesellschaft präsent zu machen."
Das Projekt "Bündnis gegen Depression Weser-Ems" wurde nach eigenen Angaben im Juni 2015 gegründet und von der Karl-Jaspers-Klinik initiiert. Mit rund 30 regionalen Unterstützern setze es auf Information und Aufklärung über das Krankheitsbild. Dazu finden öffentliche Veranstaltungen in der Region statt, die über die Erkrankung, ihr Entstehen, Erkennen und Behandeln informieren.
Das Bündnis ist Teil einer bundesweiten Initiative, dem "Deutschen Bündnis Depression", das unter dem Dach der Deutschen Depressionshilfe agiert. Depressionen gehören den Angaben zufolge zu den häufigsten und am meisten unterschätzten Erkrankungen. Jeder fünfte Bundesbürger leide mindestens einmal im Leben daran. Insgesamt gebe es in Deutschland derzeit etwa vier Millionen Menschen mit einer behandlungsbedürftigen Depression. (epd)
WAS: ökumenischer Gottesdienst des Bündnisses gegen Depression
WANN: am Sonntag, 20. März, um 18 Uhr.
WO: in der Kapelle der Karl-Jaspers-Klinik (Hermann-Ehlers-Straße 7) in Bad Zwischenahn

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