Judentum

Ausstellung zeigt „Synagogen in Mecklenburg“

Die Schau in Rostock wirft einen Blick auf weithin unbekannte Bauten und soll zum Besuch der Gebäude ermuntern.

Die neue Synagoge in Schwerin ziert ein Davidstern

Rostock. Das Rostocker Max-Samuel-Haus zeigt ab Mittwoch, 4. November, die Sonderausstellung „Synagogen in Mecklenburg“. Bis zum 12. März 2021 werfe die Schau einen Blick auf diese weithin unbekannten Bauten, teilt das Max-Samuel-Haus mit. Sie dienten als jüdische Gebetsstätte und Versammlungshaus. In Mecklenburg sind 15 Synagogengebäude erhalten, in Vorpommern eines.

Die Ausstellung dokumentiert die unterschiedlichen baulichen Zustände der Synagogengebäude: zwei sind neu, einige gut restauriert, andere baulich stark gefährdet. In Boizenburg, Dargun, Goldberg, Hagenow, Krakow am See, Röbel, Rostock, Schwerin und Stavenhagen sind sie öffentlich zugänglich. Gezeigt werden unterschiedliche Bautypen. Zudem werden Funktion, Form und Bedeutung erklärt, unter anderem anhand von liturgischem Gerät, Modellen, Plänen und Bildern. Mit der Präsentation solle zum Besuch der Synagogen ermuntert werden, hieß es.

Katholische Kirche nutzt Synagoge

„Nicht alle etwa 40 israelitischen Gemeinden, die Mitte des 19. Jahrhunderts existierten, konnten eine eigene Synagoge unterhalten“, hieß es. In Vorpommern gab es Synagogen an elf Orten, von denen heute drei zu Polen gehören. In Mecklenburg dienen heute zwei Synagogen in Rostock und Schwerin als Bet- und Versammlungshäuser. Sieben einstige Synagogen sind jetzt Kirchen, Bildungs- oder Kulturstätten. Beispielsweise nutzt die katholische Kirche die einstige Synagoge in Goldberg (Kreis Ludwigslust-Parchim) für ihre Gottesdienste, und die freikirchliche Gemeinde der Baptisten feiert Gottesdiente in der früheren Synagoge in Dargun (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). (epd)

WAS: Ausstellung „Synagogen in Mecklenburg“
WANN: bis zum 12. März
WO: im Rostocker Max-Samuel-Haus, Schillerplatz 10

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