Gedenkstätte

Ausstellung erinnert an 70 Jahre Bergen-Belsen

Theodor Heuss weihte die Anlage im November 1952 ein. Zum Jahrestag wird eine Sonderausstellung zur Geschichte des Ortes gezeigt.

Für die Schwestern Margot und Anne Frank gibt es in Bergen-Belsen einen symbolischen Grabstein

Bergen-Belsen. Aus Anlass des 70. Jahrestags der Einweihung der Gedenkstätte am 30. November 1952 präsentiert die Gedenkstätte Bergen-Belsen erneut eine erstmals 2012 gezeigte Sonderausstellung zur Geschichte des Ortes. Sie wird ergänzt um eine Darstellung der seinerzeit international beachteten Rede von Bundespräsident Theodor Heuss und ihrer Wirkungsgeschichte, wie die Gedenkstätte mitteilt. Die Ausstellung wird am Mittwoch, 30. November, um 15 Uhr eröffnet. Sie ist bis zum 26. Februar im Forum der Gedenkstätte zu sehen. Zur Ausstellung ist ein Begleitprogramm mit Führungen und Vorträgen geplant.

In Bergen-Belsen kamen rund 52.000 KZ-Häftlinge und mehr als 20.000 Kriegsgefangene um. Sie wurden ermordet oder starben durch Hunger, Durst und Krankheiten. Kurz nach der Befreiung des Lagers am 15. April 1945 errichteten Überlebende erste Erinnerungszeichen. Die Briten erteilten den Angaben zufolge im Herbst 1945 die Anweisung, eine Gedenkstätte einzurichten. Die offizielle Gedenkstätte mit einer Inschriftenwand und einem Obelisken wurde im November 1952 von Heuss eingeweiht. (epd)

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