Lichtenhagen Dorf bei Rostock

Aus einer Pfarrscheune ist ein Begegnungszentrum geworden

Zwei Gemeinden sollen die Scheune in Zukunft nutzen. Und nicht nur das: Auch Schule, Chöre und Verein sind willkommen. Am Sonntag wird Einweihung gefeiert.

Mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel wird die Scheune eingeweiht

Rostock. Die zu einem „Kommunikations- und Begegnungszentrum“ umgebaute Pfarrscheune in Lichtenhagen Dorf bei Rostock wird am Sonntag, 13. September, um 14 Uhr mit einem Open-Air-Gottesdienst im Pfarrgarten festlich eröffnet. Im Anschluss werde das Kreuz, das im alten Gemeinderaum angebracht war, in die Pfarrscheune getragen und dort einen neuen Platz finden, teilt die Kirchengemeinde mit. Ab 15 Uhr werden Führungen durch die Scheune angeboten. Um 16 Uhr gibt es im Pfarrgarten ein plattdeutsches Theaterstück mit den „Lichtenhäger Plattsnuten“.

Die 125 Jahre alte Pfarrscheune in Lichtenhagen Dorf war seit Juli 2018 für fast zwei Millionen Euro zu einem modernen, barrierefreien Kommunikations- und Begegnungszentrum ausgebaut worden. Die Scheune bietet auf zwei Ebenen insgesamt knapp 800 Quadratmeter Fläche. Im Erdgeschoss gibt es neben einem Saal, einem großen Foyer, Sanitäranlagen und Küche auch eine Werkstatt für den Friedhofsmitarbeiter sowie einen Lagerraum. Im Obergeschoss befinden sich zwei rollstuhlgerechte Wohnungen sowie drei Gruppenräume.

Ein Treffpunkt für den Ort

Das denkmalgeschützte Gebäude soll von den evangelischen Kirchengemeinden Rostock/Lütten-Klein und Lichtenhagen Dorf genutzt werden, die zusammen 2.100 Mitglieder haben. Zudem soll es neuer Treffpunkt für den Ort Lichtenhagen sein. Der öffentliche Teil der Scheune soll für Veranstaltungen, Feste und Konzerte zur Verfügung stehen. Auch die Grundschule, Chöre und Vereine können die Räume nutzen.

So sieht die Scheune von Innen aus Foto: Kirchengemeinde Lichtenhagen Dorf

Die Beheizung erfolgt über Erdwärme und Solarthermie. Entstanden ist auch eine E-Tankstelle für Elektrobikes. Die Baukosten wurden unter anderem durch Eigenmittel der beiden Kirchengemeinden, Gelder des Fördervereins sowie Zuschüsse von Land, Bund, Kirchenkreis Mecklenburg, Nordkirche, Banken und Lotterien aufgebracht. Die Scheune von 1895 ist eingebettet in ein denkmalgeschütztes Ensemble des ehemaligen Pfarrhofes mit Pfarrhaus von 1860 und der Kirche aus dem 14. Jahrhundert. (epd)

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