24 Stunden, sieben Tage die Woche

Die Corona-Hotline an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg hat sich während der Pandemie bewährt – nun ist erstmal Schluss.

Mitarbeitende beim vorerst letzten Teammeeting

von Johanna Hullmann-Gast

Hamburg. Ein bisschen Wehmut gab es beim vorerst letzten Zoom-Meeting der Mitarbeitenden der Corona-Hotline der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr (HSU). Merle Sachs, Theologiestudentin und Koordinatorin der Hotline, bedankte sich bei den ehrenamtlichen Mitarbeitenden für ihr intensives Engagement: „Ihr habt es mir sehr leicht gemacht, die Hotline zu koordinieren, weil Ihr so fleißig die Dienste übernommen habt!“

Die Hotline wurde von den beiden Militärseelsorgern der Universität, Militärdekan Peter Henrich und Militärdekan Michael­ Rohde initiiert, um vor allem auch zu Beginn der Corona-Pandemie, als es zum Shutdown der Universität kam, allen Angehörigen der Universität 24 Stunden, sieben Tage die Woche verlässliche Ansprechpartner zu bieten, die kompetent Informationen vermitteln und auch bei Problemen begleiten konnten.

Wöchentliche Meetings

Vielfältig waren die eigentlichen Professionen der insgesamt 14 Mitarbeitenden: Sie kamen aus Psychologie, Militär, Sozialdienst, Seelsorge und Personalrat, auch Studierende waren dabei. Die Mischung der verschiedenen Kompetenzen führte auch zu einem intensiven Austausch untereinander.

Wichtig für die Mitarbeitenden waren die wöchentlichen Online-Teammeetings, in denen sie Erfahrungen oder Fragen auszutauschen konnten. Außerdem gab es eine kontinuierliche, supervisorische Begleitung der Mitarbeitenden. Für spezielle Fragen und Reflexionen standen auch die Profis aus Seelsorge und Psychologie jederzeit zur Verfügung.

Die Militärdekane Rohde und Henrich zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Projekts. Zur Zeit sei allerdings kein Bedarf für einen weiteren kontinuierlichen Betrieb der Hotline gegeben. Die Anrufenden würden jetzt auf die Militärseelsorge und das ohnehin intensiv arbeitende Hilfenetzwerk der HSU verwiesen. Mit den gemachten Erfahrungen und Strukturen sei eine „Re-Aktivierung“ der Hotline aber kein Problem, sollte es zu einer zweiten Infektionswelle mit den entsprechenden Konsequenzen für das Leben an der Universität kommen.

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