Johanniter-Unfall-Hilfe

Neue Kindernotfall-App vorgestellt

Im letzten Jahr verunglückten in Schleswig-Holstein 1.400 Kinder. Die neue App soll im Notfall Eltern Hilfestellung bieten.

Zwei Bundesfreiwilligendienstler beim Fahrdienst der Johanniter-Unfallhilfe. (Symbolbild)

Zwei Bundesfreiwilligendienstler beim Fahrdienst der Johanniter-Unfallhilfe. (Symbolbild) Foto: epd-bild/Jörn Neumann

Kiel. Die Johanniter-Unfall-Hilfe hat gemeinsam mit der Barmer Krankenkasse eine Kindernotfall-App entwickelt. "Die App bietet ein Erste-Hilfe-ABC, weist den Weg zum nächsten Notdienst und ermöglicht auch einen Notruf, wenn professionelle medizinische Hilfe gebraucht wird", erklärte Thomas Wortmann, Landesgeschäftsführer der Barmer für Schleswig-Holstein, in Kiel. Außerdem gebe es eine Checkliste mit Tipps, typische Unfallquellen zu vermeiden.

In Schleswig-Holstein verunglückten nach Angaben der Barmer im Jahr 2016 rund 1.400 Mädchen und Jungen unter 15 Jahren allein bei Verkehrsunfällen. Hinzu kämen viele Unfälle, die täglich zu Hause, in der Schule oder auf dem Spielplatz passieren.

Eltern im Notfall häufig unwissend

Eine bundesweite Forsa-Umfrage im Auftrag der Johanniter-Unfall-Hilfe hatte gezeigt, dass ein Drittel der befragten Eltern kaum über Erste Hilfe bei Kindern informiert sei. Viele wüssten nicht, was sie tun sollen, wenn sich ein Kind schwer verletzt. Mehr als 40 Prozent gaben an, dass sie in einer solchen Situation Angst hätten, nicht das Richtige zu tun. Es wird aber davor gewarnt, die App als Ersatz für einen Erste-Hilfe-Kurs zu sehen. Dafür bieten die Johanniter spezielle Kurse an. (epd)

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