#hinsehen

Miniatur Wunderland zeigt Gewalt gegen Frauen

Mit kleinen Figuren macht das Miniatur Wunderland auf ein ernstes Thema aufmerksam: Gewalt gegen Frauen. Die Mini-Szenen sind in der City zu sehen.

Nachgestellt: Ein betrunkener Mann bedrängt eine Frau

Nachgestellt: Ein betrunkener Mann bedrängt eine Frau Foto: BAFzA

Hamburg. Mit einer kreativen Aktion sollen Passanten in der Hamburger Innenstadt bis Sonntag, 22. Oktober, für das Thema Gewalt gegen Frauen sensibilisiert werden. Das Miniatur Wunderland hat verschiedene Szenen in Mini gestaltet, die in der Rathausdiele, im Gleisbereich des Hauptbahnhofs und in Planten un Blomen zu sehen sind. Initiator ist das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen". Gezeigt werden unter anderem der handgreifliche Streit eines Paares im Restaurant und eine Szene an einer Bushaltestelle, an der eine Frau von zwei Männern bedrängt wird. 

Passanten sind aufgerufen, Fotos von den Miniatur-Szenen zu machen und mit dem Hashtag #hinsehen in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. "Nicht allen Menschen ist bewusst, wie verbreitet Gewalt gegen Frauen noch immer ist. Mit der Aktion wollen wir die Gesellschaft sensibilisieren und zum Hinsehen und Handeln ermutigen", sagte Helga Roesgen, Präsidentin des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, bei dem das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" angesiedelt ist.

Das Hilfetelefon ist rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr unter der Telefonnummer 08000/116 016, online unter www.hilfetelefon.de (Termin- und Sofort-Chat) sowie per E-Mail erreichbar. Mehr als 60 qualifizierte Beraterinnen beraten gewaltbetroffene Frauen, Personen aus deren sozialen Umfeld und Fachkräfte kostenlos, anonym und vertraulich in 17 Fremdsprachen, in Deutscher Gebärdensprache und in Leichter Sprache. (epd)

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