Internet

Nordkirche startet Online-Portal zu Sonntagskollekten

Auf der Seite werden Projekte vorgestellt, für die Besucher der Gottesdienste spenden – von der Trauerbegleitung bis zur Flüchtlingshilfe.

Im vergangenen Jahr spendeten Besucher der Gottesdienste im Norden etwa 7,81 Millionen Euro

Im vergangenen Jahr spendeten Besucher der Gottesdienste im Norden etwa 7,81 Millionen Euro Foto: Jens Schulze / epd

Hamburg. Mit ihrem neuen Online-Portal www.kollekten.de informiert die Nordkirche künftig, wofür die Sonntagskollekten in den Gottesdiensten bestimmt sind. So werden dort über 100 Projekte vorgestellt, die Kirchengemeinden für Kollekten in ihren Gottesdiensten auswählen können, wie die kirchliche Pressestelle mitteilte. Neben Kindernothilfe, Suchtkrankenhilfe oder Bildungsangeboten für Menschen in Haft finden sich darin auch die kirchliche Arbeit an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Flüchtlingshilfe in Uganda, Trauerbegleitung, "Brot für die Welt" und Bahnhofsmission. 

Häufig würden Jubilare oder Hochzeitspaare zu ihrem Fest auch Gäste um Spenden für notleidende Menschen bitten, die Unterstützung brauchen, sagte Mathias Benckert, Medienreferent im Landeskirchenamt und Initiator des Projekts. "Dafür finden sie auf www.kollekten.de hilfreiche Anregungen und Beispiele." 

Ein Ausdruck von Dankbarkeit

Eine Kollekte sei Ausdruck von Dankbarkeit und Solidarität, sagte Landesbischof Gerhard Ulrich. Sie sei zugleich ein Bindeglied zwischen dem Gottesdienst in der Kirche und dem Alltag in der Welt. Die Kirchengemeinden sorgten dafür, dass vielen Menschen direkt geholfen werden könne.  

Abgesehen vom Heiligabend haben Gottesdienstbesucher in den rund 1.000 Gemeinden der Nordkirche nach Angaben Benckerts 2016 an den Sonn- und Feiertagen im Durchschnitt jeweils rund 93.000 Euro gespendet. Hinzu kommt die Kollekte am Heiligabend für "Brot für die Welt" mit insgesamt 1,86 Millionen Euro. Benckert: "Das bedeutet eine geschätzte Gesamtsumme von rund 7,81 Millionen Euro für das Jahr 2016." (epd)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Hamburg

Die neue Chefin hat bereits als Leiterin einer Klinik gearbeitet. Jetzt möchte sie "etwas ganz Anderes" machen.

Hannover

Der Künstler ist in der hannoverschen Landeskirche kein Unbekannter. Er beschäftigt sich mit Themen aus Judentum, Christentum und Islam.

Top-Thema

Noch wird umgebaut, doch im Sommer ist die Eröffnung geplant: Eine alte Pfarrscheune in einem Dorf bei Schwerin soll zu einer Hörspielkirche werden....