Kampf gegen NS-Verbrechen

Kirchen erinnern an "Lübecker Märtyrer"

Die vier Geistliche kämpften gegen die Verbrechen der Nationalsozialisten und wurden vor 74 Jahren hingerichtet.

Denkmal am Zeughaus in Lübeck

Denkmal am Zeughaus in Lübeck Foto: Roland H. Bueb / Wikipedia

Lübeck. Die katholische und die evangelische Kirche erinnern in der kommenden Woche an die vier Lübecker Geistlichen, die vor 74 Jahren von den Nationalsozialisten hingerichtet wurden. Erzbischof Stefan Heße wird am Freitag, 10. November, um 16 Uhr in der Lübecker Gedenkstätte an der Herz Jesu Kirche (Parade) einen neuen Ausstellungsraum eröffnen, wie das Erzbistum mitteilte. Nach einer Kranzniederlegung am benachbarten Zeughaus beginnt um 18 Uhr ein Gedenkgottesdienst in der Herz Jesu Kirche mit Erzbischof Heße.

Eine evangelische Andacht findet ebenfalls am Freitag um 12 Uhr in der City-Kirche St. Marien statt. Anschließend legt Pastorin Constanze Oldendorf einen Kranz am Rathaus nieder. Ein weiterer evangelischer Gedenkgottesdienst wird am Sonntag, 12. November, um 11 Uhr in der Lübecker Luther-Kirche gefeiert.

Der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink und die drei katholischen Kapläne Johannes Prassek, Eduard Müller und Hermann Lange hatten gegen die Verbrechen der Nationalsozialisten protestiert. Wegen "Wehrkraftzersetzung, landesverräterischer Feindbegünstigung und Rundfunkverbrechen" wurden sie 1943 in Lübeck zum Tode verurteilt. Am 10. November 1943 wurden sie im Hamburger Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis ermordet. (epd)

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