Hilfe für Festival-Besucher

Wieder Seelsorger auf dem Wacken-Festival

Auch in diesem Jahr sind wieder Seelsorger auf dem Heavy-Metal-Festival in Wacken unterwegs und bieten bei Problemen ihre Hilfe an.

Das Heavy-Metal-Festival in Wacken erwartet in diesem Jahr etwa 75.000 Fans. (Symbolbild)

Das Heavy-Metal-Festival in Wacken erwartet in diesem Jahr etwa 75.000 Fans. (Symbolbild) Foto: pixelio.de/Paul-Georg Meister

Wacken. Bei dem Heavy-Metal-Festival in Wacken sind von 3. bis 5. August rund 20 Seelsorger im Einsatz. Die Ehrenamtlichen stehen abwechselnd im Schichtdienst rund um die Uhr für Gespräche bereit, sagte Landesjugendpastor Tilman Lautzas von der Nordkirche. In dem kleinen schleswig-holsteinischen Dorf Wacken werden wie in den Vorjahren rund 75.000 Heavy-Metal-Fans und 150 Bands erwartet. Das Festival startet am 2. August abends mit einem Metalgottesdienst in der lutherischen Dorfkirche in Wacken.

Tägliche Krisenbewältigung bis fünf Uhr morgens

Zum Seelsorgeteam zählten weibliche und männliche Psychologen, Diakone und Pastoren sowie Studenten, sagte Lautzas, der das Festival-Seelsorgeteam leitet. Diese seien Ansprechpartner vor allem im Seelsorgezelt bei den Rettungsdiensten von täglich mittags bis morgens um fünf Uhr. Zweierteams seien auch auf dem Festivalgelände unterwegs. Hilfe bieten die Metal-Seelsorger an bei Streit unter Fans, bei beruflichen oder familiären Problemen oder persönlichen Lebenskrisen. Lautzas: "Menschen in Krisen und schwierigen Lebenssituationen nicht alleine zu lassen, ist elementarer Bestandteile christlichen Glaubens."

Festival-Besucher bedanken sich für die Hilfe

 "Die letzten beiden Jahren waren zum Glück relativ ruhig mit weniger schweren Fällen", berichtet der Landesjugendpastor. Typische Anlässe für Gespräche seien Ängste und Überforderungen durch die ungewohnte Festivalsituation. Dazu kämen häufig persönliche Konflikte oder Beziehungsprobleme zwischen Festivalbesuchern. Immer wieder kommen Festival-Besucher beim Seelsorge-Team vorbei, um sich für Hilfe in den Vorjahren zu bedanken, manchmal auch mit kleinen Geschenken.

Schützenswertes Festival-Konzept

Die Festivalseelsorge in der Nordkirche sei ein ausgearbeitetes Konzept für den speziellen Einsatzzweck und solle demnächst geschützt werden, sagte Lautzas. Zum Konzept gehören verbindliche Fortbildungen sowie Organisations- und Auswertungstreffen. (epd)

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