Diakonie

Online-Umfrage zur Zukunft der Altenhilfe

Teilnehmer einer Umfrage im Internet sollen die „Zukunft der Altenhilfe aktiv mitgestalten“. Die Teilnahme ist bis Ende Juli möglich.

Die Zahl der Senioren wird in Schleswig-Holstein stark steigen

Die Zahl der Senioren wird in Schleswig-Holstein stark steigen Foto: Jürgen Blume / epd

Rendsburg. Schleswig-Holsteiner können ab sofort im Internet abstimmen, wie sie im Alter versorgt und gepflegt werden wollen. Dazu hat das ISÖ-Institut für Sozialökologie in Siegburg unter der Adresse www.zash2045.de eine Online-Umfrage geschaltet. Sie ist Teil des Diakonie-Projekts "Zukunftsszenario Altenhilfe Schleswig-Holstein 2030/2045", teilte das Diakonische Werk Schleswig-Holstein mit. Die Kosten für das zweijährige Projekt sind mit 200.000 Euro veranschlagt und werden vom Diakonischen Werk und mehreren diakonischen Einrichtungen getragen.

Die Online-Umfrage ist voraussichtlich bis Ende Juli geöffnet. "Mit dieser Umfrage geben wir allen Interessierten die Möglichkeit, die Zukunft der Altenhilfe aktiv mitzugestalten", sagt Projektkoordinatorin Marlen Vogel. Alle Ergebnisse der Umfrage fließen in das Projekt ein. Am Ende sollen Handlungsempfehlungen für Akteure in der Altenpflege entwickelt werden.

Große Herausforderungen

Die Altenhilfe insbesondere in Schleswig-Holsteins ländlichen Regionen steht den Angaben zufolge vor großen Herausforderungen. Der Altersdurchschnitt der Menschen steigt und damit der Bedarf an Unterstützung. Nach Berechnungen des Statistikamtes Nord werden 2030 fast 36 Prozent der Menschen in Schleswig-Holstein 60 Jahre und älter sein. Die Zahl der Hochbetagten steigt bis dahin um 83.500 Menschen, ein Plus von 53,6 Prozent. Besonders hoch fällt dieser Anstieg in ländlichen Regionen aus.

Ob die Senioren dann noch ein selbstbestimmtes Leben führen können, hänge stark von ihrem sozialen Netzwerk und der Infrastruktur ab, hieß es. Schon heute sind in ländlich geprägten Kreisen stationäre Einrichtungen oder soziale Treffpunkte deutlich seltener zu finden als in den Städten. Hinzu kommt, dass sich ambulante Pflegedienste aus diesen Gebieten zurückziehen, weil sie nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können. (epd)

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