Gesetzesänderung

Land will Wald-Kitas das Leben leichter machen

Das Aufstellen von Bauwagen oder Hütten im Grünen soll einfacher werden. Daran hatte es in der Vergangenheit immer wieder gehapert.

Für Wald-Kitas soll es weniger bürokratische Hürden geben

Für Wald-Kitas soll es weniger bürokratische Hürden geben Foto: Stefan Arend / epd

Kiel. In Schleswig-Holstein soll der Betrieb von Waldkindergärten künftig erleichtert werden. Die Landesregierung (CDU, FDP und Grüne) habe einer Änderung des Landeswaldgesetzes zugestimmt, sagte Umweltstaatssekretärin Anke Erdmann (Grüne). "Kitas in freier Natur haben unsere Rückendeckung. Mit der neuen Passage im Landeswaldgesetz heben wir das noch einmal hervor und geben so mehr Sicherheit für unsere Waldkitas."

Derzeit gibt es in Schleswig-Holstein etwa 200 Naturgruppen, in denen Kinder naturnah betreut werden. In der Regel handelt es sich dabei um Waldkindergärten. Eine große Anzahl dieser Waldkitas nutzt Hütten oder Bauwagen im Wald, damit sich Kinder und Betreuer darin kurzzeitig aufhalten können, und um Material zu lagern. Medienberichten zufolge war mehreren Waldkindergärten das Aufstellen von Bauwagen oder das Errichten von Schutzhütten mit Hinweis auf Landesvorschriften verweigert worden.

Mit der geplanten Gesetzesänderung solle nun die Erziehung und Bildung von Kindern in naturnahen Kindertageseinrichtungen als Zweckbestimmung in das Landeswaldgesetz aufgenommen werden, erklärte Erdmann. Damit werde klargestellt, dass Waldkindergärten mit bestehenden Flächennutzungsplänen vereinbar sind. Der Gesetzentwurf wird nun den betroffenen Verbänden zur Stellungnahme zugeleitet. Danach muss der Landtag darüber entscheiden. (epd)

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