Nordkirchenschiff auf Hochseeinsel

Bischof wettet mit Helgoländern

Wenn das Nordkirchenschiff Station macht, will der Theologe die Inselbewohner singen hören. Der Einsatz steht auch schon fest.

Blick auf Helgoland mit der Langen Anna

Blick auf Helgoland mit der Langen Anna Foto: Alexander Schnurer / epd

Schleswig. Der Schleswiger Bischof Gothart Magaard nimmt den Besuch des Nordkirchenschiffs vor der Hochseeinsel Helgoland zum Anlass für eine ungewöhnliche Wette. Wettpartner ist der Helgoländer Bürgermeister Jörg Singer. "Ich wette, dass der Bürgermeister es nicht schafft, mindestens 50 Helgoländerinnen und Helgoländer – gekleidet in den Helgoländer Farben grün, rot, weiß – am 21. Juli um 19.30 Uhr zum Musikpavillon an der Landungsbrücke zu holen, um dort mit Akkordeonbegleitung das Lied 'Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt' zu singen", sagte Magaard am Montag.

Das Nordkirchenschiff "Artemis" wird dem Fahrplan zufolge am Freitag, 21. Juli, vor Helgoland liegen. Sollte Bischof Magaard die Wette verlieren, wird er im Sommer 2018 auf der Insel Fischbrötchen für einen guten Zweck verkaufen, der vom Bürgermeister festgelegt wird. Sollte der parteilose Bürgermeister die Wette verlieren, wird er im Dezember zum Schwahlmarkt im Schleswiger Dom kommen und Kekse zugunsten der Domsanierung verkaufen.

Der Bischof verwies darauf, dass dem römischen Schriftstellter Publius Cornelius Tacitus der Satz "Frisia non cantat" (Friesland singt nicht) zugeschrieben wird. Jetzt könnten die Helgoländer beweisen, dass sie sehr wohl singen mögen und können. Die "Artemis" wird anlässlich des Reformationsjubiläums bis zum 29. Juli zahlreiche Häfen an der Ost- und Nordseeküste anlaufen. Mit dem bundesweit einmaligen Projekt sollen alle 13 Kirchenkreise der Nordkirche auf dem Wasserweg besucht werden. (epd)

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