Jennifer Battram-Arenhövel aus Delmenhorst

Eine junge Pastorin und ihre erste Predigt zu Weihnachten

Jennifer Battram Arenhövel spricht zum ersten Mal an Heiligabend zu ihrer Gemeinde. Die Idee für die Predigt kam ihr bei einem Lied von Rihana.

Jennifer Battram-Arenhövel freut sich auf ihre erste Weihnachtspredigt als Pfarrerin

Jennifer Battram-Arenhövel freut sich auf ihre erste Weihnachtspredigt als Pfarrerin Foto: Kerstin Kempermann

von Kerstin Kempermann

Delmenhorst-Bungerhof. „Ich bin ein totaler Weihnachtsfan“, sagt Jennifer Battram-Arenhövel über sich selbst. Und nun steht sie an Heiligabend erstmals als Pfarrerin vor der Gemeinde in Delmenhorst-Bungerhof und hält ihre Predigt. „Im Vikariat durfte ich auch schon eine Weihnachtspredigt halten. Aber die Predigt in diesem Jahr ist noch mal etwas ganz anderes“, betont die Battram-Arenhövel – auch weil niemand mehr über den Text schaut, wie im Vikariat.

Eine besondere Herausforderung ist die Weihnachtspredigt aber auch, weil es für Battram-Arenhövel „in dieser Zeit und nach diesem Jahr“ klar ist, dass die Kirche und damit auch sie als Pastorin zu ihren Überzeugungen stehen muss. Auch und gerade in einer Weihnachtspredigt. „Die Botschaft von der Liebe Gottes steht in krassem Gegensatz zu Populismus“, ist Battram-Arenhövel überzeugt. Und deshalb ist es auch ihr wichtig, sich für die Nächstenliebe auszusprechen und gegen Populismus, der andere ausgrenzt. Gleichzeitig ist der Pastorin aber auch bewusst, dass an Heiligabend viele Familien in dem Gottesdienst sitzen. „Ich möchte nicht über die jüngeren Gottesdienstbesucher hinweg predigen“, betont sie. Deshalb ist es ihr wichtig, für ihre Predigt Worte zu finden, die alle verstehen und bei denen alle mitgehen können. Denn vor allem anderen will die Pastorin die Freude über die schöne Botschaft der Weihnachtsgeschichte weitergeben. „Wenn die Menschen im Gottesdienst das spüren, bin ich zufrieden“, betont sie.

Damit das gelingt, probt Battram-Arenhövel ihre Predigt auch zu Hause. „Mein Mann muss sich das immer anhören“, erzählt sie. Denn sie weiß, auch Betonung und Gesten sind wichtig, um die Gottesdienstbesucher zu erreichen. Doch bevor geprobt werden kann, muss der Predigttext stehen. „Das Schwierigste ist für mich immer die Idee. Und an Weihnachten ist die besondere Herausforderung, dass alle zur Weihnachtsgeschichte schon so viel gehört haben“, verrät die Pastorin. Einen neuen Ansatz zu finden, ist dadurch nicht einfach. Doch die Inspiration kam auch für diese Predigt. Und zwar im Auto. „Als ich die Zeilen ’we found love in a hopeless place‘ aus einem Lied von Rihanna hörte, dachte ich, daraus kann ich etwas machen.“

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