Synode

Pommerns Pastoren werden entlastet

Die Aufgaben sollen nach einem Beschluss der Synode neu geordnet werden. Die Pastoren bekommen eine Verwaltungskraft zur Seite gestellt.

Pastoren in Pommern sollen mehr Zeit für Taufen haben (Symbolbild)

Pastoren in Pommern sollen mehr Zeit für Taufen haben (Symbolbild) Foto: Rainer Oettel / epd

Züssow. Die Pastoren im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises werden künftig von Verwaltungsarbeit entlastet. Die pommersche Synode hat in Züssow beschlossen, für jede volle Pfarrstelle eine 20-Prozent-Verwaltungskraft einzustellen. Um auch künftig Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Beerdigungen in allen Gemeinden feiern zu können, sei es unabdingbar, die Aufgaben neu zu ordnen, sagte der Demminer Propst Gerd Panknin. 

Hintergrund ist, dass von den rund 90 Gemeindepfarrstellen innerhalb der nächsten vier Jahre 20 durch Ruhestand frei werden. Allein durch die drei Vertretungspfarrstellen und benachbarte Gemeindepastoren wird die dann notwendige Vertretung aller Voraussicht nach kaum zu bewältigen sein. 

Vorbild aus Sachsen

Gerechnet wird mit 20 neuen Stellen für die 154 pommerschen Gemeinden. Empfohlen wird, dass Gemeinden kooperieren. Die Kosten liegen bei 800.000 Euro pro Jahr und sollen über die Rücklage der Pfarrkasse finanziert werden. Das Modell wurde von der sächsischen Landeskirche entwickelt. Die Regelung ist befristet auf sechs Jahre. Die Synodalen beschlossen auch den Haushaltsplan 2018 in Höhe von 17,5 Millionen Euro. 

Es war die letzte Synodentagung des Kirchenkreises in der ersten sechsjährigen Amtszeit seit Gründung der Nordkirche. Von den 66 Synodalen waren allerdings nur 44 gekommen. Im kommenden Frühjahr tritt dann die neue Synode zusammen, die im September durch die Kirchengemeinderäte gewählt wurde. (epd)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Top-Thema

Noch wird umgebaut, doch im Sommer ist die Eröffnung geplant: Eine alte Pfarrscheune in einem Dorf bei Schwerin soll zu einer Hörspielkirche werden....

Mecklenburg-Vorpommern

Wer Besuchern Kirchen erklären will, kann eine Ausbildung anfangen. Sie dauert allerdings lange.

Top-Thema

Er war Spitzenpolitiker in Berlin und arbeitet seit sechs Jahren als Gemeindepastor in der Uckermark. Jetzt hört Ulrich Kasparick auf – und plant für...