Gedenkstätte Fünfeichen

Neues Holzkreuz wird errichtet

Fördermittel ermöglichen die Sanierung des Holzkreuzes am Eingang der Gedenkstätte Fünfeichen bei Neubrandenburg.

Der Eingangsbereich mit Kreuz zur Gedenkstätte in Fünfeichen bei Neubrandenburg. (Foto vom 16.04.08)

Der Eingangsbereich mit Kreuz zur Gedenkstätte in Fünfeichen bei Neubrandenburg. (Foto vom 16.04.08) Foto: epd-bild / Nicole Kiesewetter

Neubrandenburg. Das Holzkreuz am Eingang der Gedenkstätte Fünfeichen bei Neubrandenburg kann neu errichtet werden. Die fehlenden Mittel in Höhe von 45.000 Euro würden aus dem Strategiefonds des Landes Mecklenburg-Vorpommern bereitgestellt, teilte die SPD-Landtagsabgeordnete Sylvia Bretschneider mit. Das Kreuz war 1993 errichtet worden, musste aber aus Sicherheitsgründen vor einigen Monaten entfernt werden.

Pilzschäden im Eichenholz

Probebohrungen hatten Hinweise auf Pilzschäden im Eichenholz des mehr als zehn Meter hohen, schräg stehenden Kreuzes ergeben, das durch ein Edelstahlrohr gestützt wird. Das einstige Wehrmacht-Kriegsgefangenenlager in Fünfeichen wurde später Speziallager des sowjetischen Geheimdienstes NKWD. Mindestens 70.000 Kriegsgefangene haben zwischen 1939 und 1945 das Lager Fünfeichen durchlaufen.

Gedenkstätte Fünfeichen

6.000 dieser Soldaten starben an den Strapazen der Internierung. Von Mai 1945 bis September 1948 wurden mehr als 15.300 meist unschuldige Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder in Fünfeichen festgehalten. Mehr als 5.000 dieser Gefangenen haben das Speziallager nicht überlebt. Ein Teil der Gefangenen wurde von Fünfeichen aus zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert.(epd)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Top-Thema

In wichtigen Funktionen sind die Frauen klar in der Unterzahl, kritisiert die Gleichstellungsbeauftragte. Dabei ist die Nordkirche weiblich geprägt.

Top-Thema

Der "Schmerz der Trennung" sei spürbar, sagt Gerhard Ulrich mit Blick auf das Abendmahl. In seinem Bericht vor der Synode äußert er sich kritisch zu...

Mecklenburg-Vorpommern

Seit zwölf Jahren habe das Land die Zahlungen nicht mehr erhöht, kritisieren die Träger. Freie Stellen würden lange unbesetzt bleiben.