NS-Zeit

Gedenken an erste Juden-Deportation vor 78 Jahren

Der Pommersche Kirchenkreis will mit einem Weg entlang der Greifswalder Stolpersteine an die Verschleppungen erinnern.

Stolpersteine erinnern an deportierte Juden (Symbolbild)

Stolpersteine erinnern an deportierte Juden (Symbolbild) Foto: Tilman Steffen / epd

Greifswald. Mit einem Gedenkweg entlang der Greifswalder Stolpersteine wird am Dienstag, 13. Februar, an die Deportation pommerscher Juden vor 78 Jahren erinnert. Startpunkt ist um 17 Uhr in der Mühlenstraße 10 am Standort des früheren jüdischen Gebetssaales, teilt der Pommersche Evangelische Kirchenkreis mit. An die Andacht schließt sich ein Gedenkweg zu Stolpersteinen an, die zur Erinnerung an Greifswalder Juden verlegt wurden.

Der Weg endet gegen 17.30 Uhr am Stolperstein für den Greifswalder Historiker Gerhard Knoche (geb. 1893, ermordet in Auschwitz 1944) vor dem Eingang des Historischen Instituts (Domstraße 9 A). Im Anschluss hält Professorin Cordelia Heß im Historischen Institut einen Vortrag über Gerhard Knoche und dessen Leben und Werk.

In Pommern begannen am 12./13. Februar 1940 die ersten Deportationen deutscher Juden in die Ghettos und die Konzentrationslager Sobibor und Theresienstadt. Die überfallartigen Verhaftungen erfolgten im Morgengrauen. Die Betroffenen konnten nur das Notwendigste einpacken. Deportiert wurden 1.200 pommersche Juden aus dem Regierungsbezirk Stettin, darunter fünf aus Greifswald. (epd)

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