Personalie

Rat der Religionen steht vor Wechsel

Nach acht Jahren im Amt zieht sich der Vertreter der Bahai zurück. Die Nachfolge ist bereits geregelt.

Ali Faridi geht, Nahid Salimi kommt

Ali Faridi geht, Nahid Salimi kommt Foto: Jens Schulze / Haus der Religionen

Hannover. Der "Rat der Religionen" in Hannover steht vor einer personellen Veränderung. Der 73-jährige Ali Faridi zieht sich nach acht Jahren aus dem Gremium zurück. Künftig vertritt Nahid Salimi (54) die Bahai, wie das Haus der Religionen am Montag mitteilte. Im Rat der Religionen hat jede Religion eine Stimme, unabhängig von der Zahl ihrer Mitglieder.

Dem Gremium gehört unter anderem Alina Fejgin vom Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinschaften von Niedersachsen an. Sie vertritt neben Ingrid Wettberg die jüdischen Gemeinden. Der katholische Propst Martin Tenge und der evangelische Superintendent Thomas Höflich sprechen für die Christen. Hamideh Mohagheghi und Hilal Al-Fahad vertreten die Muslime. Rajiny Kumaraiah spricht für die Hindus und Rother Baumert für die Buddhisten.

Zusammenarbeit seit den 90er Jahren

Außerdem gehören dem Rat der Religionen Horst Vorderwülbecke als Geschäftsführer und Wolfgang Reinbold als Vorsitzender des Vereins Haus der Religionen Hannover an. Der hannoversche Religionswissenschaftler Peter Antes steht dem Gremium als Berater zur Seite. 

Die Religionsgemeinschaften arbeiten in Hannover bereits seit Anfang der 1990er Jahre intensiv zusammen. Hintergrund waren damals der Irak-Krieg und fremdenfeindliche Anschläge in Deutschland. 2009 entstand dann ein offizieller "Rat der Religionen". Der Rat leitet auch das Haus der Religionen in Hannover, eine interreligiöse Bildungs- und Begegnungsstätte. (epd)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Top-Thema

Die Welt wird lauter und hektischer. Kein Wunder, dass der Wunsch nach Stille und Spiritualität größer wird. Deshalb ist in Osnabrück die Kapelle der...

Top-Thema

Sie sind mit Marmelade gefüllt und gehen in Luther-Tüten über die Theke: Für den guten Zweck verkauften Bäcker das Reformationsbrötchen.

Top-Thema

Bischof Meister entschuldigt sich bei Homosexuellen, die Kirche will den Pfarrberuf attraktiver machen und Tauffeste werden zum Exportschlager – hier...