Gottesdienste und Begleitung

Landeskirche will Altenseelsorge fördern

Förderprogramm unterstützt Stellen für Pastoren in Altenheimen und Gemeinden. Doch es gibt eine Voraussetzung.

Die Seelsorge für Senioren soll in Niedersachsen gefördert werden

Die Seelsorge für Senioren soll in Niedersachsen gefördert werden Foto: Jochen Günther / epd

Hannover. Mit einem neuen Förderprogramm will die hannoversche Landeskirche die Altenseelsorge in Kirchengemeinden und Pflegeheimen weiter ausbauen. Dabei unterstützt die Landeskirche Kirchenkreise, indem sie zunächst fünf Jahre lang Stellen von Pastoren oder Diakonen mit je einem Achtel oder einem Viertel mitfinanziert. Die Seelsorger könnten etwa Gottesdienste für ältere Menschen in den Gemeinden und in Pflegeheimen anbieten, erläutert die Beauftragte für Altenseelsorge, Pastorin Anita Christians-Albrecht. Sie könnten pflegende Angehörige begleiten, spezielle Angebote für Demenzkranke entwickeln oder die noch aktiven Senioren für Ehrenämter gewinnen. 

Voraussetzung für eine Bonifizierung durch die Landeskirche ist, dass die Kirchenkreise auch selbst das Geld für den gleichen Stellenanteil aufbringen, hieß es. Zudem müssten sie ein Konzept vorlegen. Insgesamt stelle die Landeskirche für fünf Pastoren- und zweieinhalb Diakonenstellen die Mittel zur Verfügung. 

Zwei Stellen bereits gefördert

"Die Arbeit mit älteren Menschen ist ein fester Bestandteil kirchlicher Arbeit in den Gemeinden und in Pflegeheimen", sagte Christians-Albrecht. Weil es immer mehr hochbetagte Menschen gebe, könnten die Seelsorger vor Ort Unterstützung brauchen. Die Zahl der Pflegeheime sei gestiegen. Gleichzeitig würden mehr als 70 Prozent der Pflegebedürftigen von Angehörigen betreut. Neu in den Blick genommen würden auch die Sterbebegleitung in den Altenheimen und die Begleitung der Angehörigen von Demenzerkrankten. 

Zudem gebe es mehr Ältere, die sich engagieren wollten. "Immer mehr Menschen erleben ein Drittel ihres Lebens im Ruhestand als eigenständigen Lebensabschnitt, in dem sie gerne im Ehrenamt Verantwortung übernehmen", sagte Christians-Albrecht. "Pastoren und Diakone auf zusätzlichen Stellen in der Altenseelsorge können sich für eine generationsübergreifende Kirchengemeinschaft einsetzen."

Zwei Stellen werden über das neue Programm der Pastorin zufolge bereits gefördert: eine Pastorin in Celle und eine Diakonin in Stade. (epd)

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Der Künstler ist in der hannoverschen Landeskirche kein Unbekannter. Er beschäftigt sich mit Themen aus Judentum, Christentum und Islam.

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