Nach Schlichterspruch

Kirchliche Sozialarbeiter in Niedersachsen bekommen mehr Geld

Rund 700 Mitarbeiter profitieren allein in der hannoverschen Landeskirche. Der Wechsel hat vor allem einen Grund.

538 Millionen Euro nimmt die Nordkirche im kommenden Jahr ein, vor allem aus Kirchensteuern

Foto: epd

Hannover. Die kirchlichen Sozialarbeiter in Niedersachsen erhalten ab 2019 mehr Geld. Arbeitgeber und Arbeitnehmer verständigten sich nach einem Schlichterspruch auf ein neues Tarifsystem, teilt die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen mit. Mit dem neuen System werden die Beschäftigten anders eingestuft. Allein in der hannoverschen Landeskirche profitierten davon rund 700 Mitarbeiter, etwa in den Lebens- und Suchtberatungsstellen. Hinzu kommen die Angestellten der Landeskirchen in Oldenburg und Braunschweig.

Die Umstellung vom bisherigen Tarifvertrag des Landes auf den neuen Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes für den Sozial- und Erziehungsdienstes erfolge aufgrund der hohen Mehrkosten erst zum Januar 2019, erläuterte der Referatsleiter für das Tarifrecht in der hannoverschen Landeskirche, Axel Klus. Je nach Eingruppierung lägen die Gehaltssteigerungen zwischen 50 Euro und 250 Euro. Dafür müssten die Sozialarbeiter jedoch mit 39 Stunden pro Woche eine halbe Stunde länger arbeiten.

Abwanderung von Mitarbeitern verhindern

Der Wechsel der Tarifsysteme sei von den Mitarbeitern gefordert worden, sagte Klus. Sie wollten durch bessere Gehälter die Abwanderung von Kollegen verhindern. Für den Erziehungsdienst, also etwa für die Erzieherinnen in den Kitas, sei der Wechsel zum neuen Tarif bereits Anfang dieses Jahres vollzogen worden.

Die Arbeitsbedingungen für die rund 35.000 Beschäftigten der Evangelisch-lutherischen Landeskirchen Braunschweig, Hannover und Oldenburg werden in der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission festgelegt. Das Gremium besteht zur Hälfte aus Vertretern der Mitarbeitenden und zur Hälfte aus Vertretern der kirchlichen Arbeitgeber. (epd)

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