Reformationsbotschafterin

Käßmann hat kein Verständnis für AfD-Wähler

Wie man als Christ AfD wählen könne, sei ihr vollkommen unverständlich, sagt die Theologin. Dafür nennt sie mehrere Gründe.

Margot Käßmann

Margot Käßmann Foto: Jens Schlüter / epd

Hannover. Die Theologin Margot Käßmann hat kein Verständnis für Christen, die die AfD wählen. Sie werde zwar in "unserer Kirche keine Wahlempfehlung aussprechen", sagte die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dem Nachrichtenportal Spiegel Online. "Als Privatperson kann ich aber sagen, dass es mir vollkommen unverständlich ist, wie ein Christ die AfD wählen kann."

Als Gründe für die Ablehnung nannte die ehemalige hannoversche Landesbischöfin unter anderem das Frauenbild der AfD, das "unfassbar altbacken daherkommt", die Kritik der AfD an der Mitgliedschaft Deutschlands in der EU und das Menschenbild der Partei. Das Parteiprogramm werte Menschen ab, "die nicht aussehen, wie sich AfDler sogenannte Biodeutsche vorstellen", sagte die frühere EKD-Ratsvorsitzende.

Innerhalb der evangelischen Kirche gibt es seit Monaten eine Diskussion über den Umgang mit der AfD und mit AfD-Mitgliedern in Gemeinden und kirchlichen Gremien. Beim 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg wird der Berliner Bischof Markus Dröge am 25. Mai mit der Sprecherin des Bundesverbands "Christen in der AfD", Anette Schultner, über "Christen in der AfD?" diskutieren. (epd)

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