Spitzenamt in Weltgemeinschaft

Bischof gratuliert reformierter Pfarrerin zur Wahl

Die Pfarrerin Najla Kassab sei für viele Menschen in Syrien und im Libanon ein Hoffnungszeichen, so Landesbischof Meister.

Pfarrerin Najla Kassab

Pfarrerin Najla Kassab Foto: Peter Endig / epd

Hannover. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat der libanesischen Pfarrerin Najla Kassab zu ihrer Wahl als Präsidentin der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen gratuliert. "Eindrucksvoll stehen Sie für den kirchlichen Anspruch, gesellschaftliche Verantwortung als Christin zu übernehmen", schreibt der evangelisch-lutherische Theologe an seine Kollegin. Kassab ist bei der Generalversammlung in Leipzig an die Spitze der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen mit ihren rund 230 Mitgliedskirchen gewählt worden. Die Weltgemeinschaft hat ihren Sitz seit rund drei Jahren in Hannover.

Kassab sei für viele Menschen in Syrien und im Libanon ein "Hoffnungszeichen" mitten im Krieg und in Zeiten von Flucht und Vertreibung, schrieb Meister. Najla Kassab war vor einem Jahr gemeinsam mit einer Delegation evangelischer Christen aus Syrien und dem Libanon zu Gast in der Bischofskanzlei in Hannover und hatte Meister dort persönlich kennengelernt. Dabei verabredeten beide Seiten, den gegenseitigen Austausch zu intensivieren. Meister hatte sich im Januar 2016 bei einer Reise nach Beirut über die Situation der Christen in Syrien informiert.

Najla Kassab löst den südafrikanischen Pfarrer Jerry Pillay ab, der seit 2010 Präsident der Weltgemeinschaft war. Ihre Amtszeit ist auf sieben Jahre bis 2024 festgesetzt. Kassab hat seit 2010 im Exekutivausschuss der Generalversammlung gearbeitet. In der Evangelischen Kirche in Syrien und dem Libanon leitete sie die Bildungsabteilung. Pfarrerin wurde die Theologin erst vor vier Monaten. Die Evangelische Kirche in Syrien und dem Libanon hatte im Januar 2017 die Ordination von Frauen eingeführt. (epd)

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