Stfitungstage

Hamburger Stiftungen stellen sich vor

Die Zahl der selbständigen Stiftungen ist auf rund 1.400 gestiegen. Viele von ihnen präsentieren in den kommenden Tagen ihre Arbeit.

Viele Stiftungen engagieren sich in der Altenpflege (Symbolfoto)

Viele Stiftungen engagieren sich in der Altenpflege (Symbolfoto) Foto: Thomas Lohnes / epd

Hamburg. Mit rund 140 Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten stellen sich vom 9. bis 13. Oktober Hamburgs Stiftungen der Öffentlichkeit vor. 99 der insgesamt 1.398 selbstständigen Stiftungen sind an den "Hamburger Stiftungstagen" beteiligt. Angesichts der niedrigen Zinsen sei es für die Stiftungen derzeit eine "große Herausforderung", ihr Kapital gewinnbringend anzulegen, sagte Birgit Schäfer, Vorstand der BürgerStiftung Hamburg, bei der Vorstellung des Programms. Vor allem kleine Stiftungen müssten daher kreativer und professioneller arbeiten.

Hamburg gilt als bundesweite "Stiftungshauptstadt". Seit 2013, dem Jahr der vorherigen Stiftungstage, ist die Zahl der Stiftungen um rund 200 auf 1.400 gestiegen. Das gesamte Stiftungskapital hat sich in dieser Zeit von 8 auf 9,2 Milliarden Euro erhöht. Etwa je 30 Prozent widmen sich Sozialprojekten und Bildung, rund 20 Prozent dem Denkmalschutz. Die älteste Stiftung wurde 1227 gegründet und betreibt das Alten- und Pflegeheim "Hospital zum Heiligen Geist" in Poppenbüttel.

Bürgermeister Scholz kommt zur Eröffnung

Zentraler Info-Punkt ist das Bucerius Kunst Forum am Rathausmarkt. Während der Stiftungstage ist der Museumseintritt ausnahmsweise kostenfrei. Eröffnet werden die Stiftungstage am Montag, 9. Oktober, um 16.30 Uhr auf dem Rathausmarkt von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Michael Göring, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Anschließend vergibt die Justizbehörde den Stifterpreis. Bereits am Sonntag, 8. Oktober, feiert die Hauptkirche St. Katharinen einen Stifter-Gottesdienst um 11 Uhr. Eine Tagung am Donnerstag, 12. Oktober, im Körber-Forum diskutiert Vernetzung, Rechtsfragen und neue Projektideen.

Angeboten werden Vorträge, Lesungen, Filme und Diskussionen. Die Christoph-Lohfert-Stiftung etwa informiert im "Haus5" (Seewartenstraße) über die Kommunikation zwischen Patienten und Ärzten. Das "Hospital zum Heiligen Geist" veranstaltet eine Feinschmecker-Messe, die Kunsthalle bietet Führungen an und die Michel-Stiftung Orgelmusik. Die buddhistisch geprägte Stiftung "Live to love" will am Freitagmorgen, 13. Oktober, auf dem Ohlsdorfer Friedhof neun schädlingsresistente Ulmen pflanzen. (epd)

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